Die Presse

07/2017 – Seit seiner Jugend ist Werner Winkel musikbegeistert und spielt Gitarre. „Das taten damals einige. Wir hörten die Beatles, Simon & Garfunkel, aber auch die Rolling Stones. Und mit der Gitarre konnte man schneller seine ‚Helden‘ nachspielen, die wir damals bewunderten“, erzählte Winkel aus seinen Anfängen. Aus ihm ist dann irgendwann ein Liedermacher geworden, der im Stil irgendwo zwischen Reinhard Mey und Hannes Wader liegt. Bei seinem Konzert beim FORUM hatte er mit seinem Programm „Wieder zu Haus“ kritische Songs genauso wie Balladen und Liebeslieder dabei.

Bekannt ist Werner Winkel in Bomlitz für Insider schon seit vielen Jahren. Mit seiner Frau Christine betreibt er die Puppenbühne „Goldener Schlüssel“ und ist damit regelmäßiger Gast auf dem FORUM-Märchenfest Anfang September. So sehr sich der Musiker aber mit Kindern auch wohlfühlt, hatte er auch immer ein „Erwachsenen“-Programm dabei.

„Einmal der Narr sein“, wünschte sich Werner Winkel im Bomlitzer Dorfgemeinschaftshaus, „und die Welt verdrehen dürfen.“ Und ein bisschen tat er es bei seinen Gästen mit einem freundlichen Schmunzeln und sang von der Deutschen Bahn oder Finanzhaien. Daneben klangen seine Liebeslieder besonders gefühlvoll, warm klingend begleitet von seinem Fingerpicking auf der Gitarre. Die Gäste mochten sowohl die Musik als auch die klugen Texte, lehnten sich entspannt zurück und hörten zu. Sympathisch waren auch die Stücke, in denen Werner Winkel schwungvoll und fröhlich über sich selbst und ganz übliche Marotten lächeln konnte.

„Wieder zu Haus heißt, zurück zu kommen von einer Reise. Eine musikalische Reise mit vielen Erlebnissen, Bekanntschaften und neuen Erfahrungen. Mit Texten, die das Leben tragen oder vom Leben getragen werden.“ Werner Winkel hatte in Bomlitz seinen Reisebericht vorgestellt und wird sicher weiterhin regelmäßig auf der Durchreise sein.

Forum Bomlitz

 

…Werner Winkel verbindet auf professionelle und glaubhafte Weise beide Komponenten in geschmeidigen, höchst unterhaltsamen Liedern. Er ist es auch, der nostalgische Gedanken kitzelt. Überhaupt bewegt sich Werner Winkel, begleitet von Petra und Henning Grossmann an Cello, Geige, und Akkordeon, in Melodik und Intonation im vertrauten Spektrum zwischen Reinhard Mey und Hannes Wader.

Köstlich seine Persiflage auf jenen ausgebrannten und suchenden Zeitgenossen, der im Anzeigenteil moderner Stadtgazetten sein Heil in der esoterischen Lebensverschönerung sucht und anschliessend gegen das Verheißungsvokabular zwischen Karma und Ajurveda polemisiert. Winkel scheut sich auch nicht, seiner Holdesten in einer Innigkeit die Sterne vom Himmel zu holen, die der Schwärmerei eines Eichendorff würdig wäre. Er überzeugt auch mit guter Stimme und Entertainer-Qualitäten.
Weser Kurier

Werner Winkel blieb seiner erzählerischen Vorliebe treu. Begleitet von Petra und Hennig Grossmann, erzählte der Barde in seinen Liedern vom Alltag. Seine Texte, sehr gefühlvoll, doch keinesfalls schmalzig, berührten, weil sie immer wieder als innerliches Echo ein Stimmt hervorriefen. „Das kann man noch gebrauchen“schildert eigentlich die Tragik eines Messie-Leben, doch auch mancher Zuhörer fand sich in dem Song wieder und applaudierte begeistert. Petra und Henning Grossmann ließen den Vortrag durch ihre instrumentale Unterstützung, noch lebendiger klingen. Im krassen Gegensatz zum Westernrhytmus, der die Füße zum Wippen animiert, beschäftigt sich Winkel inhaltlich in einem sehr gefühlvollen Lied mir der Liebe, die im Alter noch ihren Platz haben sollte.
Achimer Kreisblatt

Der Liedermacher Werner Winkel hat am Donnerstag für den musikalischen Türöffner der neuen Saison im Bergwerg in Quelkhorn gesorgt. Der Künstler der schon seit fast 40 Jahren auf der Bühne steht, sang zwischen Pizza und Pernod über die Alltäglichkeiten des Lebens.
Werner  Winkel hat musikalisch Ecken und Kanten. Und wenn er intoniert, wirkt es eher wie ein Tischgespräch unter guten Freunden: „Ich bin völlig ausgebrannt, hab den Blues, wo soll ich hin. Midlife.Crisis, alles dreht sich, such den Lebenssinn.“  Sein Publikum ist an diesem Abend wie er, gedanklich und auch altersmäßig. Schnell ist man sich einig. Werner kommt an, bis in den letzten Winkel.
Weser Kurier